Krüger National Park

 

 

3.Tag Krüger Nationalpark:

 

Heute gelangten wir über das Orpen Gate in den Krüger Nationalpark. An einer Tafel hatten Besucher mit farbigen Nadeln gesteckt, wo sie welches Tier im Park gesichtet hatten. Dies erleichterte uns die Suche nach Tieren. Wir fuhren zuerst am Timbavati River entlang. Dort hatten wir zahlreiche Tierbeobachtungen. Natürlich unterschätzten wir die Zeit und bogen dann nach der Hälfte der Strecke auf die Teerstraße ab. 

 

Schließlich gelangten wir zu unserem ersten Camp Olifants recht windig gelegen auf einer Felsklippe. Der Olifant Fluss hatte kaum Wasser, In der Dämmerung kam eine Elefantenfamilie zum Trinken. Hier vom Rondavel aus die Tiere zu beobachten war wunderschön.

 

 

4.Tag Krügerpark:

 

Früh um 5.30 Uhr fuhren wir einen Morning Drive bis Letaba. Leider hat sich das frühe Aufstehen nicht gelohnt, denn wir sahen  nur zwei Hyänen. Die Landschaft war vertrocknet und alles war von den Elefanten zertrampelt. Auf der Terrasse vom Letaba Camp frühstückten wir erst einmal gemütlich. Danach unternahmen wir einen Rundgang durch das kleine Elefantenmuseum. Anschließend fuhren wir zurück bis Olifants, holten unsere Koffer  und fuhren weiter bis Satara, wo wir mittags eincheckten.

 

Nachmittags fuhren wir über die Piste S 100 zwischen 15 Uhr und 18 Uhr und dann über die Teerstraße zurück. Es gab sehr viele Tiere zu sehen In der Abendstimmung waren die Eindrücke immer am schönsten! Wir sahen gut getarnte Löwenbabys, große Elefantenherden und schließlich Bäume voller Geier. Ein sicheres Zeichen, dass gerade die Löwen gejagt hatten. Viele Autos "geierten" auch: ein Löwenrudel hatte eine Giraffe gerissen. Wir waren schwer beeindruckt von der erbarmungslosen Wildnis. Eine unheimliche Stimmung. Dann mussten wir zügig zum Gate zurückkehren, denn die Gates der Camps schließen pünktlich.

 

 

5. Tag Krüger Nationalpark- Elephant Plains:

 

Um 9 Uhr fuhren wir gemütlich los Richtung Orpen Gate Dann gelangten wir über eine üble Schotterpiste nach  zwei Stunden Durchschütteln bis zur hochgelobten Elephant Plains Lodge.


Wir checkten um 13 Uhr ein und bezogen einen perfekt ausgestatteten luxuriösen Rondavel mit Blick aufs Wasserloch.

 

 

Beim abendlichen Game Drive-stiegen die Guides zum Spurenlesen aus und ließen uns erst mal 15 Min. alleine im Jeep. Wir freundeten uns in der Zwischenzeit mit den netten anderen Pärchen an. Dann fuhren wir zum Chitwa Chitwa Wasserloch Dort planschten und tollten die Elefanten lustig herum.

 

 

Anschließend verfolgten wir einen Leopard. Unser Jeep wälzte ganze Büsche platt, ich hätte nie gedacht, dass es so querfeldein gehen würde. In der Dämmerung beobachteten wir noch Nashörner. In deren Nähe wurde dann ein Sundowner gereicht und wir konnten uns die Beine vertreten. Dann ging`s mit Scheinwerferlicht weiter. Zum Schluss lag ein müder Löwe mit vollgefressenem Bauch quer auf dem Weg. Er schaffte es kaum aufzustehen. Er schleppte sich zu einer toten Giraffe und fraß weiter, obwohl er offensichtlich fast platzte. Ich konnte aus einem halben Meter Abstand alles mit ansehen und vor allen Dingen riechen und hören....

 

Dieses Erlebnis bleibt sicher mein Leben lang im Gedächtnis haften !!! 

 

 

6. Tag: Elephant Plains Game Lodge:

 

Früh wurde zum Morning Drive geweckt. Ein riesiges Nashorn äpfelte verächtlich direkt vor unserem Jeep. Ein aufgeschrecktes Elefantenbaby mit seiner Mutter stellte seine Ohren auf und trompetete uns mutig wie ein Großer an. Plötzlich ergab sich ein absurdes Bild: Was machte die Antilope im Baum? Schnell war die Situation klar, denn zwei müde Leoparden schliefen darunter. 

 

 

Zum Schluss kurvten wir noch einmal an der erlegten Giraffe vorbei- jetzt waren es schon drei Löwen- Puh, das stank aber widerlich!!! Nach einem leckerem Frühstück ging`s zu Fuß zum Bushwalk. Norman erklärt uns, wie wir uns verhalten sollten. Er geht mit dem Gewehr voraus. Mit einem mulmigen Gefühl folgten wir ihm. Es wurde schnell warm. An einem dicken Elefantenköttel machten wir Halt. Norman erklärte uns, dass der Köttel als Kräuter-Heil-Tee- bei den Afrikanern genutzt wird. Man sollte nicht mit dem Auto drüberfahren, denn es könnten dicke Stacheln darin versteckt sein. Dann zeigte er uns die Tierspuren und erklärte, dass frische Spuren noch nicht vom Wind weggeblasen sind. Wir kamen recht nahe an eine alte Giraffe heran. Schließlich zeigte er uns noch einen Schildkrötenpanzer, den die Löwen geknackt hatten. 

 

 

Nachdem wir uns noch Bäume angeschaut hatten, deren Saft giftig war, kehrten wir wieder zur Lodge zurück. Zur Mittagspause sonnte ich mich auf der traumhaft schön gelegenen Terrasse. Wie bestellt lief der "Amarula-"Werbefilm ab. Erst tönte ein dunkles Grollen aus den Büschen und dann zog zwei Stunden lang eine riesige Elefantenherde am Wasserloch vorbei, immer 5-6 Tiere tranken, dann kamen die nächsten Elefanten dran, es war einfach nur wundervoll! Nach einem leckeren Mittagessen und Kaffee mit Kuchen fuhren wir üblich zum abendlichen-Game-Drive. Nach längerer Zeit entdeckten wir einen Leoparden auf einem kleinen Hügel. Dann fuhren wir wieder zum Wasserloch der Chitwa-Lodge. Ein Leopard schlich zum Wasserloch heran und trank vorsichtig.

 

 

Kudus und vier Giraffen, die dort auch tranken, wurden jedoch unruhig und räumten das Feld als der Leo nahte. Wieder wurden uns die „Big Five“ alle gezeigt. Heute spielte auch das Wetter mit und es wurde ein romantisches Abendessen in der Boma bei Lagerfeuer und Buffet serviert.

 

 

7.Tag Elephant Plains Lodge – Krüger Nationalpark:

 

Bei einem letzten Morning Drive: sahen wir noch einmal den Leoparden und die Antilope im Baum war nun fast aufgefressen. Die Geier lauerten schon in den Bäumen auf die Überreste. Elvis das einzige Hippo im Wasserloch wurde uns noch vorgestellt. Wieder bekamen wir die kompletten „Big Five“  zu sehen. Der     Abschied fiel schwer und wir können die Elephant Plains Lodge uneingeschränkt weiter empfehlen. Abfahrt war gegen 10 Uhr.

 

 

Die Rückfahrt ging viel schneller. Wir benötigten nur eine Stunde bis zum Orpen Gate, Da war eine Planiermaschine unterwegs, die hatte die Wellblechpiste einfach platt gewalzt. Die erste Strecke bis Satara ging zügig. Dann fuhren wir gemütlich bis zum Lower Sabie Camp mit einem kurzen Stopp am Tshokwane-Picknickplatz. Dort grillten einige Südafrikaner, mh lecker! Viele blauschillernde Stare flogen herum.

 

 

Ein Tourist zeigte uns auf der Karte, wo er morgens Geparden gesehen hatte. Alle waren natürlich ganz wild darauf diese seltenen Tiere in freier Wildbahn zu sehen. Wir fuhren also die S.122 Schotterpiste und wurden mit schönen landschaftlichen Eindrücken belohnt. Es wurde noch karger, von einer Anhöhe hatte man einen schönen Ausblick über die weite Savanne. Wir sahen sogar Nashörner und ein Leguan kreuzte die Straße. Ein entgegenkommendes Auto berichtete, dass die Geparden nahe des N`wagovila- Hügels.gesichtet worden wären Dann sahen wir auch schon die lange Schlange von Autos mit den noch längeren Teleobjektiven. Ich konnte nichts erkennen. Eine Frau deutete mehrmals auf eine Stelle im Gebüsch. Da! Der Gepard stand kurz auf, wechselte die Position und legte sich sofort wieder hin.

 

Ein richtiger Glückstreffer, ich habe ihn mit der Kamera erwischt. 

 

 

Wir warteten nur kurz und fuhren auf den Aussichtspunkt über den Mlondozi-Damm. Das hat sich gelohnt. Ein toller Damm, tolle Abendstimmung, tolles Licht. und viele Hippos! Vom Hügel zog eine Büffelherde herunter zum Trinken. Auf dem Rückweg hatten die zwei Geparden sich mittlerweile zur Jagd aufgemacht. Sie schlichen parallel zur Straße entlang, die Blechlawine folgte ihnen. Noch ein Schnappschuss und wir fuhren über die H10 zum Sunset-Damm. Ein kleines Wasserloch mit Hippos und Krokos. Einige Autos warteten schon. Freche Affen turnten herum. Im Sonnenuntergang kam noch gemächlich ein einsamer Elefant zum Trinken. Wir checkten schnell im Lower Sabie Camp ein. Um 19 Uhr machte der Selfservice schon zu. Leider gab’s keinen ATM Geldautomaten und tanken mit Karte ging auch nicht. Unser Bargeld wurde knapp.