Sylt - Ich will zurück nach Westerland

DIE INSEL SYLT UND IHRE 12 INSELORTE

ARCHSUM

Archsum – der Ruhepol der Insel Sylt: Das kleine Dorf war bis zum Bau des Nösse-Deichs im Jahr 1938 schutzlos und wurde immer wieder von Sturmfluten heimgesucht. Noch heute zeugen einige Häuser davon, wie sich die Menschen gegen das Wasser zu schützen versuchten: Man warf Erdhügel auf, Warften genannt, auf denen die Häuser bei einer Sturmflut im Trockenen standen. In der Ortsmitte sticht eine lange Reihe von Findlingen ins Auge, die aus den Anfängen der Besiedlung stammen: Menschen hatten hier vor etwa 2000 Jahren einen etwa acht Meter hohen und 70 Meter breiten Ringwall angelegt, der ihre Hütten umgrenzte.

Markant sind die Archsumer Salzwiesen, die den Übergang zwischen Wattenmeer und festem Land bilden. Sie sind Lebensraum für zahlreiche (Kleinst-)Lebewesen, aber auch zahlreiche Vogelarten schätzen dieses Areal als Brut- oder Rastplatz.

Eine gelebte Tradition ist das Ringreiten: Einen winzigen Messingring aus dem Galopp heraus mit einer Lanze aufzuspießen, ist die Aufgabe der Akteure. Gleich acht Vereine – fünf Männerclubs und drei Damenriegen – demonstrieren dies bei ihren sommerlichen Turnieren in Archsum und den Nachbardörfern. Auch die Sylter Sprache, das Söl'ring, ist typisch für Archsum. Dieses Sprachjuwel hat mehrere Väter: Im Laufe von tausend Jahren vermengten sich altfriesischer, dänischer, englischer und holländischer Wortschatz.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.archsum.de

 

 

BRADERUP

Braderup – Abschalten vom Alltag: Die kleine Schwester der Doppelgemeinde Wenningstedt-Braderup besticht durch ihre idyllische Lage. Ringsum Wiesen und Felder, im Osten die Braderuper Heide, die im Hochsommer in einem zarten Lilaton blüht.
Auf der Insel Sylt gedeihen etwa 50 Prozent der Heidevorkommen ganz Schleswig-Holsteins, ein Großteil davon rund um Braderup. Die drei vorkommenden Heidearten – Besenheide, Glockenheide und Krähenbeere – begnügen sich mit kargem, nährstoffarmem Boden. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten finden in dieser Landschaft ihren Lebensraum.

Am Fuße dieser ausgedehnten Heideflächen, die regelmäßig von einer frei laufenden Schafherde abgegrast werden, erstreckt sich weithin das Wattenmeer. Dort fällt der Blick auf ein Schiffswrack, das hier bereits seit 1965 liegt – es ist der Rumpf eines einst stolzen Dreimastschoners, der bis heute tapfer jeder Flut trotzt, denn das Holz ist äußerst robust und macht seinem Namen alle Ehre: Es ist Steineiche.

Eine Stippvisite empfiehlt sich auch im Braderuper Naturzentrum: Dort wird Information lebendig vermittelt, etwa beim Blick in die Meerwasser-Aquarien. Die Ausstellungsbereiche sind einzelnen Themen gewidmet, beispielsweise der Entstehung der Sylter Landschaft oder dem Küstenschutz. Beliebt sind auch die geführten Strand-, Heide- und Radwanderungen, die während der Saison regelmäßig angeboten werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.wenningstedt.de

 

 

 

 

 

 

HÖRNUM

Hörnum – Sylts sonniger Süden: Urwüchsige Dünen und weite Strände kennzeichnen das Dorf, das einst als Siedlung von Heringsfischern begründet wurde. Wahrzeichen ist der 33 Meter hohe Leuchtturm, der seit 1907 Schiffen den rechten Weg weist. Noch bis 1948 wurde seine Lampe per Hand mit Petroleum befeuert; heute wird das Licht, das 40 Kilometer weit aufs Meer hinaus strahlt, fern gesteuert.
Kuriosum: Zwischen 1914 und 1933 befand sich in einem Zimmer des Turms die kleinste Schule Deutschlands. Bei einer Führung können Gäste den Leuchtturm erklimmen und von oben einen herrlichen Ausblick genießen. Außerdem sind auch Trauungen in luftiger Höhe möglich.

Ein Besuch empfiehlt sich im Naturzentrum der Schutzstation Wattenmeer; neben einer Ausstellung rund um das Thema Nordsee werden auch Führungen wie zum Beispiel Wattwanderungen oder vogelkundliche Rundgänge angeboten. Ein beliebtes Ziel für Spaziergänger ist die Sylter Südspitze, die Hörnum-Odde. Diese Landschaft zwischen Strand und tief eingeschnittenen Dünentälern verändert sich kontinuierlich, denn immer wieder rauben Sturmfluten Teile des Ufers.

Im Hörnumer Hafen legen komfortable Fahrgastschiffe zu erlebnisreichen Ausflugsfahrten ab, etwa zu Sylts Nachbarinseln Amrum und Föhr sowie zu den kleinen Halligen. Beliebt sind die Fahrten zu den Seehundsbänken sowie die Ausflüge mit Seetierfang.

Eine Herausforderung für Golfer hingegen ist der anspruchsvolle, zwischen Dünen- und Heideflächen gelegene 18-Loch-Golfplatz.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.hoernum.de

KAMPEN

Kampen – klein, aber fein: Das prominenteste Dorf Deutschlands wurde einst gern von Künstlern besucht, später entdeckten die Prominenz und der Jet-Set Kampen für sich. Bereits im Jahre 1913 erließen die Gemeindeväter eine Gestaltungssatzung, die bis heute den Hausbau mit Rotstein und Reetdach vorschreibt.
Herzstück des Dorfes ist die legendäre "Whiskystraße" mit ihren exklusiven Clubs, vor denen die Nachtschwärmer ihre nicht minder exklusiven Fahrzeuge parken. Ruhiger geht es auf der "Uwe-Düne" zu, mit 52 Metern Sylts höchste natürliche Erhebung. Wer die 109 Stufen der Holztreppe erklommen hat, wird oben auf der Plattform mit einem weiten Blick über die Insel belohnt.

Hinter dem Strand erhebt sich das Rote Kliff. Über Jahrhunderte diente diese markante Steilkante der Schifffahrt als Erkennungsmerkmal der Insel Sylt. Voreiszeitliche und eiszeitliche Ablagerungen haben das bis zu 30 Meter hohe Kliff vor etwa 180.000 Jahren aufgeschüttet. Das Kliff wird jedoch immer wieder von Sturmfluten angegriffen und bröckelt so Meter für Meter ab.

Nördlich von Kampen findet sich eine grüne Oase mit opulenter Flora und Fauna. 1767 hatte man hier nach holländischem Vorbild eine Vogelkoje angelegt, in der Wildenten in Netzreusen gefangen wurden – mit 25.224 Tieren erbrachte das Jahr 1841 ein Rekordergebnis. 1935 wurde das Refugium unter Naturschutz gestellt. Heute gewähren die rekonstruierte Fanganlage und ein Lehrpfad Besuchern einen anschaulichen Einblick.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.kampen.de

 

 

 

 

 

KEITUM

Keitum – das aparte Friesendorf: Typisch für Keitum sind die ehrwürdigen Friesenhäuser, die sich zwischen Blumenwiesen und Bäumen hinter Steinwälle schmiegen. Unter den mit Reethalmen gedeckten Dächern weht der Hauch der Geschichte: Einige Häuser sind weit über 200 Jahre alt und Symbole für eine Zeit, in der es die Sylter durch Walfang zu Wohlstand brachten. Schattige Pfade und versteckte Wege laden heute zum gemütlichen Spaziergang durch das Dorf ein, das einst Alterssitz der Sylter Kapitäne war und heute den treffenden Beinamen "Das grüne Herz der Insel" trägt.

In gleich drei Museen wird die Vergangenheit lebendig – im Altfriesischen Haus, wo die Wohnkultur des 18. Jahrhunderts originalgetreu rekonstruiert wurde. im Sylter Heimatmuseum mit seiner Vielfalt an maritimen Exponaten und im Feuerwehrmuseum im historischen Feuerwehr-Spritzenhaus.

Wahrzeichen des Dorfes ist die Kirche St. Severin, die vor über 800 Jahren auf einem heiligen Hügel erbaut wurde. Der massive Bau diente zeitweise als Wehrkirche, der Turm als Gefängnis. Nördlich der Kirche liegt der Friedhof, auf dem die Gräber alter Sylter Kapitänsfamilien mit ihren stattlichen Grabsteinen besonders sehenswert sind. Am Keitumer Kliff finden sich zwei etwa 4000 Jahre alte Hünengräber, in denen früher die Verstorbenen beigesetzt wurden.

Shopping in Keitum: Neben einer Auswahl hochwertiger Geschäfte sind auch mehrere Kunsthandwerker im Dorf ansässig – Töpfer und Weber, Goldschmiede und Glasbläser fertigen in ihren Werkstätten vielfältige Unikate an.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.keitum.de

 

LIST

List – in Deutschland ganz oben: Wer von hier aus bis zur nördlichen Spitze der Insel wandert, der darf ein besonderes Privileg für sich in Anspruch nehmen: Dann nämlich ist man seinen 80 Millionen Landsleuten ein Stück voraus und darf sich als nördlichster Mensch Deutschlands bezeichnen. Außer diesem Superlativ hat List noch eine Menge mehr zu bieten: Pulsierendes Zentrum des ansonsten beschaulichen Dorfes ist der Hafen. Hier versprechen Fischbuden lukullische Gaumenfreuden aus dem Meer, legt die Autofähre zur benachbarten dänischen Insel Rømø ab, stechen die Ausflugsschiffe in See.

Nahe des Hafens steht das "Erlebniszentrum Naturgewalten": Auf 1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche erfahren die Besucher auf unterhaltsame Weise viel Wissenswertes über die drei Themenbereiche "Kräfte der Nordsee", "Leben mit Naturgewalten" sowie "Klima, Wetter, Forschung". Prägend für die Sylter Landschaft sind die markanten Dünen.

Die jüngsten dieser sandigen Formationen sind etwa 3000 Jahre, die ältesten bis zu 8000 Jahre alt. Während alle übrigen Sylter Dünen bepflanzt sind, bilden die Wanderdünen vor List die Ausnahme der Regel. Die beiden üppigen Sandberge bringen es auf 30 Meter Höhe und eine Länge von bis zu zwei Kilometern, wandern dabei vom Wind angefacht pro Jahr etwa fünf Meter. Lediglich im Westen wurden die Ausläufer durch Bepflanzung gestoppt, damit sie die angrenzende Landstraße nicht übersanden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.list.de

 

MORSUM

Morsum – die ländliche Idylle: Der östlichste Inselort kann mit der atemberaubenden Schönheit des imposanten Kliffs aufwarten, das in seinem geologischen Aufbau einmalig in ganz Europa ist. Diese geologische Formation am östlichsten Zipfel der Insel dokumentiert acht Millionen Jahre Erdgeschichte. Ursprünglich lagen die drei Erdschichten des Kliffs übereinander, wurden in der Eiszeit aber von Gletschern unter ungeheurem Druck aufgebrochen und nebeneinander aufgefächert. 1923 wurde das Kliff als eines der ersten Gebiete in Schleswig-Holstein unter Naturschutz gestellt.

In der Heidelandschaft, die sich dem Kliff anschließt, wächst eine Reihe äußerst seltener Pflanzen, darunter sogar – Urlauber aus Bayern werden es kaum für möglich halten – der aus den Alpen bekannte Lungenenzian.

Einen Besuch lohnt in Morsum auch die spätromanische Kirche, die vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut wurde und das älteste Gotteshaus der Insel ist. Statt eines Kirchturms steht St. Martin ein hölzerner Glockenstapel zur Seite. Sehenswert sind der Taufstein, der prächtige Flügelaltar und die barocke Kanzel. Als Besonderheit erinnert eine alte Gedenktafel an die Unbilden des Dreißigjährigen Krieges und die Zeit, als in Morsum die Pest wütete. In St. Martin finden während der Sommermonate zudem klassische Konzerte statt, außerdem starten hier im Sommer die beliebten Nachtwanderungen. Gleich am Ortseingang von Morsum begrüßt ein Eisboot die Besucher. Die um 1920 gezimmerte Schute mit fünf lebensechten Figuren erinnert an die kühnen Eisbootfahrer, die bis zum Bau des Hindenburgdamms in strengen Wintern Post und Lebensmittel vom Festland heran schafften.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.morsum.de

 

 

MUNKMARSCH

Munkmarsch – der Treffpunkt für Wassersportler. Einst war das kleine Dorf das Tor zur Insel: Als Mitte des 19. Jahrhunderts der Fremdenverkehr aufkeimte, steuerten die Dampfschiffe vom Festland aus den Munkmarscher Hafen an, von wo die Sommerfrischler per Kutsche und ab 1888 mit der Inselbahn nach Westerland chauffiert wurden. Mit dem Bau des Hindenburgdammes 1927 verlor der Hafen dann seine wichtige Bedeutung. Stattdessen ist er heute ein beliebtes Ziel für Freizeitskipper.

In der ruhigen Bucht des Wattenmeeres tummeln sich die Surfer, die hier auf dem Brett die ersten Gehversuche wagen.

Idyllisch ist ein Spaziergang entlang der Küste – oberhalb des Ufers schlängelt sich ein beschaulicher Weg über eine Holzbrücke vorbei an Wiesen und Wäldchen, bis man schließlich das benachbarte Keitum erreicht.

Auch als Startpunkt für eine Wattwanderung ist Munkmarsch ideal. Auf den ersten Blick mag das Watt wie eine leblose graue Schlickwüste wirken. Doch die Lebensvielfalt ist frappierend: Auf nur einem Quadratmeter leben bis zu zwei Millionen Organismen – kaum ein anderer Lebensraum auf der Erde weist eine ähnliche Vitalität auf. Wissenschaftler haben ermittelt, dass sich in einem Quadratmeter Wattboden mehr lebende Substanz findet als im tropischen Regenwald. Im Jahr 2009 wurde das Wattenmeer als erste deutsche Naturlandschaft von der UNSECO zum "Welterbe der Menschheit" erklärt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.munkmarsch.de

 

RANTUM

Rantum – Sylts schmale Taille: Hier ist man dem Meer ganz nahe, denn nur wenige hundert Meter trennen die brausende Brandung der Westküste von dem stillen Wattenmeer im Osten. Und zwischen den Meeren: Eine weite Landschaft mit urwüchsigen Dünen, an die sich sanft die inseltypischen Reetdachhäuser schmiegen.

Nördlich von Rantum befindet sich eines der artenreichsten Vogelschutzgebiete Norddeutschlands: Ornithologen aus dem ganzen Bundesgebiet reisen mittlerweile an, um die mehr als 50 Vogelarten zu beobachten, die im Rantum-Becken brüten oder rasten. Doch nicht nur Vogelfreunden ist ein Besuch zu empfehlen: Der Damm, der das Rantum-Becken eingrenzt, lädt zu einem ausgiebigen Spaziergang ein, wobei man das Wattenmeer quasi trockenen Fußes durchquert. An der Ostküste von Rantum liegt der kleinste der vier Sylter Häfen. Früher landeten hier Muschelfischer ihre Fänge an, heute machen Freizeitkapitäne ihre Boote in der geschützten Wattlage fest.

In Rantum sprudelt zudem ein ganz besonderes Wässerchen: Die Brunnen der "Sylt-Quelle" fördern südlich des Ortes inmitten unberührter Dünenlandschaft ein außergewöhnlich reines, jodhaltiges Wasser zutage. Durch unterirdische Leitungen fließt dieses Wasser zur Abfüllanlage nahe des Hafens. Eigens für Besucher wurde dort das schmucke, gläserne Quellenhaus erbaut, in dem sich die Gäste das Wasser selbst in Gläser abfüllen können. Im Quellenhaus finden zudem regelmäßig künstlerische Ausstellungen statt und gleich nebenan gastiert im Sommer das populäre "Meerkabarett".

Weitere Informationen finden Sie unter: www.rantum.de

 

TINNUM

Tinnum – Brücke zwischen Stadt und Dorf: In direkter Nachbarschaft zur Inselmetropole Westerland gelegen, ist Tinnum ein leistungsfähiger Standort für Handel und Gewerbe, aber auch ein beliebtes Urlaubsziel.

Hervorragende Möglichkeiten zum Radfahren und Wandern bieten die Tinnumer Wiesen, die sich bis hin zum Rantum-Becken erstrecken. Einen Ausflug wert sind unter anderem der schöne Tierpark mit seinen 300 einheimischen und fremdländischen Bewohnern sowie die Tinnumburg, ein Relikt aus vorchristlicher Zeit. Die kreisförmige Wallanlage inmitten der Tinnumer Wiesen wurde etwa in der Zeit um Christi Geburt errichtet. Die Tinnumburg misst im Durchmesser 120 Meter und in der Höhe acht Meter, ihre Bedeutung ist ungewiss – möglicherweise wurde sie unter anderem als Kultstätte und Schlupfwinkel genutzt.

Im Ortskern von Tinnum steht die 1649 erbaute Landvogtei, eines der ältesten Sylter Häuser. Die Landvogtei war früher Sitz der Sylter Repräsentanten des Landesherrn. Die Landvögte lenkten zwischen 1547 und 1868 maßgeblich die Geschicke der Insel.

Zum größten Teil auf Tinnumer Gebiet liegt der Sylter Flughafen, der von der Fläche her betrachtet zu den größten Airports Deutschlands zählt. Als eine wichtige Drehscheibe des Sylter Tourismus schlägt der Flughafen eine Luftbrücke zwischen der Insel und sieben deutschen Metropolen; rund 200.000 Passagiere nutzen pro Jahr den schnellsten Weg von und nach Sylt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.tinnum.de

WENNINGSTEDT

Wenningstedt – der beliebte Urlaubsort für Familien: Ob Minigolf oder Trampolinspringen, Ponyreiten oder im Sommer der "Inselcircus", Kindern wird hier viel geboten. Herzstück des Ortes ist der idyllische Dorfteich, der einst als Viehtränke und den Hausfrauen als Waschplatz diente. Heute ist dieses Biotop ein beliebtes Naherholungsgebiet und lädt zu einem lauschigen Spaziergang ein.

Nahe des Dorfteichs findet sich der Denghoog, ein 5000 Jahre altes Hünengrab, das besichtigt werden kann. Erst im Jahre 1868 war die Grabstätte freigelegt worden. Das etwa fünf Meter lange und drei Meter breite Ganggrab barg die Reste einer unverbrannten Leiche, Tonscherben, einen Rinderzahn, dazu Beile, Feuersteinklingen und sechs Bernsteinperlen. Die eigentliche Sensation aber war eine andere: Die ebenso schlichte wie geniale Bauweise des Denghoog. Die Steinkolosse – zwölf Findlinge tragen drei wuchtige, bis zu 20 Tonnen schwere Deckensteine – mussten zentimetergenau eingepasst werden, sonst wäre das Grab unweigerlich eingestürzt. Wie Kleister wurden kleine Steine und Schlamm zwischen den großen Felsbrocken verschmiert, um das Grab wasserdicht zu halten – bis zum heutigen Tage.

In direkter Nachbarschaft zum Denghoog steht die anheimelnde Friesenkapelle. Sehenswert sind die mit Fliesen ausgekleidete Altarwand und der antike Kronleuchter. Eine Besonderheit: An den Wänden ist das "Vaterunser" in friesischer Sprache zu lesen. Wenningstedt – ein Ort mit langer Geschichte: Überlieferten Erzählungen zufolge die Angeln und Sachsen im fünften Jahrhundert mit einer Schiffsarmada von Wenningstedt aufgebrochen sein, um England zu erobern.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.wenningstedt.de

 

WESTERLAND

Westerland – hier schlägt der Puls der Insel: Mit der Metropole kommt jeder Urlauber in Berührung – zumeist bereits bei der Anreise mit der Bahn, spätestens aber beim Shopping oder beim Eintauchen ins Nachtleben.

Das Zentrum bildet die zwischen Bahnhof und Strand gelegene Fußgängerzone, wobei Westerland von der Abwechslung lebt: Während im Kurzentrum mächtige Appartementhäuser urbanes Flair vermitteln, gruppieren sich im alten Stadtkern verträumte Friesenhäuser rund um die Alte Dorfkirche.

Sehenswert ist unter anderem das "Sylt Aquarium". Ein Erlebnis, zwei Meere: Das "Sylt Aquarium" präsentiert sowohl die Unterwasserwelt der Tropen als auch die des Nordatlantiks. Mehr als 150 Fischarten tummeln sich hier zwischen Korallen und Felsen – darunter Katzenhaie, Rochen, Clownfische und Muränen. Besonders eindrucksvoll: Der "Spaziergang unter Wasser" durch einen gläsernen Tunnel.

Abstecher lohnen auch zum "Friedhof der Heimatlosen", – auf dem im 19. Jahrhundert die vom Meer angespülte Leichen beerdigt wurden, die man zuvor gleich und ohne Umstände in den Dünen nahe der Stelle verscharrt, wo sie an den Strand gespült wurden –, sowie zu der 1635 erbaute Alte Dorfkirche mit ihrem spätgotischen Schnitzaltar und weiteren historischen Prunkstücken.

Badespaß rund ums Jahr verspricht das Freizeitbad "Sylter Welle", in dem unter anderem eine Wellenmaschine Ebbe und Flut nachahmt. Gleich nebenan findet sich das "Syltness-Center" mit dem größten insularen Angebot an Wellness-Anwendungen. Zahlreiche Veranstaltungen werden den Gästen im Alten Kursaal Westerland sowie im Sommer auf der Promenade und am Strand geboten.

 

Die oben genannten Informationen wurden von der Hompage  http://www.sylt-tourismus.de/Syltinfo/ entnommen.