Mexiko - Yucatan Rundreise 2012   

Geheimnisvolle Mayapyramiden, koloniale Städte und traumhafte Karibikstrände

Reisebericht Mexiko Yukatan 2012

Anreise

Tag 1:

 

Nach einem langweiligen Tagflug mit Air Berlin, ohne Monitore und mit der üblichen Versorgung mit „chicken“ oder „pasta“, kamen wir gegen 14 Uhr in Cancùn an. Da die „spring break“ holidays für die Amis zeitgleich begannen, war am Flughafen die Hölle los. Wir schlängelten uns in langen Reihen durch den Zoll. Anschließend tauschten wir noch Pesos um.

 

Von einem Mitarbeiter wurden wir zur Europcar Station gebracht. Dort lehnte schon ein Ami lautstark seinen Mietwagen wegen zu vieler Lackschäden ab. Aber dann kamen wir ja und waren ein neues Opfer für diesen Wagen. Außerdem war die Stoßstange verzogen und die Schlösser hatten Einbruchspuren. Auch wir protestierten. Der 2. angebotene Mietwagen, ein Chevrolet Aveo, war auch nicht viel besser. Die Mängel wurden auf dem Übergabezettel protokolliert. Dann mussten wir erst mal volltanken. Auf der Tollautobahn ging`s schnurgeradeaus und wir hielten uns peinlich genau an die Geschwindigkeitsbegrenzung. Man hatte ja von der Polizei so einiges gehört und wir wollten nicht sofort zur Kasse gebeten werden. Nach einiger Zeit war der Akku des Navis leer und wir merkten, dass der Zigarettenanzünder kaputt war. Naja, mit der guten alten Karte ging`s auch.

Valladolid

Gegen 17.30 Uhr erreichten wir das hübsche Kolonialstädtchen Valladolid. Wir checkten schnell ein und drehten noch bevor es dunkel wurde eine kleine Runde um die Straßen nahe der Plaza und der Kirche, auf der in den Bäumen hunderte Vögel lärmten. Im Hotel "El Meson del Marques" gab`s das erste leckere mexikanische Dinner im wunderschönen kolonialen Innenhof mit Brunnen. 

 

Chizén Izá

Tag 2:

 

Nach einem kräftigen Frühstück mit Rührei und der unerlässlichen schwarze Bohnen- „Pampe“, iiih, drehte ich nochmal eine schnelle Fotorunde um die Plaza. Es war Palmsonntag und vor der Kirche wurden Palmwedel geflochten und ein buntes Volk strömte hinein. 

Um 8.30 Uhr erreichten wir die nahegelegene Cenote Dzitnup. Leider war die jedoch noch geschlossen bis 9 Uhr. Deshalb fuhren wir schnell weiter bis nach Chichén Izá, um vor den Massen da zu sein. Tatsächlich konnten wir die tolle Maya Pyramide noch recht beschaulich genießen. Die Händler bauten gerade erst ihre Stände auf. So hatten wir bis 11 Uhr Zeit für die Besichtigungen und für Fotos ohne Menschen. Leider war es an dem Tag bewölkt, mit dem Wetter habe ich ja echt immer Pech. 

Da es nun voll wurde, fuhren wir nun weiter zur Cenote Ik Kil. Tatsächlich hatten wir dieses tolle kreisrunde, hübsch bepflanzte „Süßwasserloch“ für 1 Stunde ganz für uns alleine. Wunderschön, wie die langen Wurzeln und Ranken von oben bis zur Wasseroberfläche wuchsen. Auch der Lichteinfall gab der Cenote eine tolle Atmosphäre! Drin schwammen kleine schwarze Fische. Dann entdeckten wir unsere ersten „Mot Mot“ Paradiesvögelchen. Mit buntem, blauschimmerndem Gefieder und an der langen Schwanzspitze gegabelt. 

 

Izamal

Nun fuhren wir gemütlich weiter über die Dörfer Richtung Izamal. Schon nach einer Stunde Fahrt hatten wir die ständigen „Toppes“ (Geschwindigkeitspumper) satt. Man musste echt höllisch aufpassen, denn nicht immer waren die Toppes gekennzeichnet und jeder Mexikaner hatte sich wohl vor seinem Haus einen eigenen Toppes mit Lehm gebaut. Wir zockelten und ruckelten also so vor uns hin, die Toppes kosteten viel Zeit.

 

Kurz vor Izamal ruckelte das Auto dann aber komischerweise auch ganz von alleine ohne Toppes!? Es nahm kaum noch Gas an, dann blinkte die Motorlampe auf und wir blieben schließlich ganz liegen. Benzinpumpe kaputt!

 

Hektisch kramte ich die Notfallnummern raus. Die ersten Nummern gingen gar nicht und irgendwann hatten wir einen ausschließlich spanisch sprechenden Mitarbeiter am Apparat. Entnervt legte ich (natürlich völlig ohne jegliche Spanischkenntnisse, seufz) auf. Nach einem neuen Fahrversuch brachte uns der Wagen noch im Schritttempo bis zu unserem schönen Hotel. 

 

Der Besitzer, gottlob ein Deutscher, regelte die Angelegenheit und wir machten uns erleichtert zu Fuß in den kleinen Ort Izamal auf. Mit der Kolonialisierung durch die Spanier entstand das Kloster „Convento de San Antonio de Padua“, die Hauptattraktion Izamals. Es ist, wie auch alle Häuser der Stadt, in einem auffälligen Ockergelb angemalt. Nach einem kurzen Rundgang besichtigten wir unweit des Klosters die rekonstruierte Pyramide Kinich-Kakmó, von der sich ein schöner Blick über das Städtchen bietet.

 

Dann machten wir mit einer der hübschen Kutschen eine Stadtrundfahrt und ließen uns vorm Hotel absetzen. Dort stand schon der Europcar- Mitarbeiter mit einem neuen Fahrzeug aus Merida. Na, das ging ja wirklich flott und wir hatten eigentlich außer einem Schrecken kaum Unannehmlichkeiten!

 

Bei der Übergabe wurde ich dann von Mücken überfallen und ich reagierte so allergisch auf die Stiche, dass ich noch eine Woche später tennisballgroße, blaurote, tierisch juckende Flecken hatte. Der Hotelier bereitete uns ein sehr leckeres, typisch mexikanisches Dinner mit Huhn, Reis und Tortillas. In der Nacht regnete es erst wie aus Eimern und dann tropfte es in unsere hübsche Suite durch die Decke. Es gab Stromausfall und die Klimaanlage piepste permanent.

 

Buenos Noche…     

 

Hacienda Sotuta de Péon

Tag 3:

 

Da wir Izamal schon am vorherigen Tag vollständig besichtigt hatten, konnten wir ausschlafen und gemütlich am kleinen wunderschön gestalteten Pool frühstücken. Es gab Omelette und leckere Früchte. Auf Empfehlung des Hoteliers hatten wir für 13 Uhr eine Besichtigung einer alten Sisalfabrik reserviert. Dann dauerte die Fahrt über gefühlte 1000 Toppes durch viele kleine Dörfer doch länger und wir erreichten die wunderschön restaurierte Hacienda Sotuta de Péon gerade noch rechtzeitig. 

 

Die Führung begann im alten Haus, ging zur Seilherstellung, zu den alten Maschinen… alle Stationen der früheren Sisalherstellung wurden gezeigt. Diese Tour war sehr informativ über die alten Traditionen Yukatans und ist total empfehlenswert.

 

Nach einer Erfrischung mit Tamarindensaft ging es mit einer kleinen Bahn zu den riesigen Agavenfeldern aus denen die Pflanzenfasern gewonnen werden. Ein kleines Eselchen musste uns über die Schienen ziehen und es wusste genau, wann es in einer Kurve ausweichen musste. In einer Palappahütte wurden wir von einem freundlichen alten Mann in Sisalsandalen empfangen, der uns in der alten Mayasprache begrüßte und uns die Bauweise erklärte.

 

Zum Schluss fuhren wir zur Erfrischung, mittlerweile war es 40°Grad heiß, zur Privatcenote der Hacienda zum Baden. Die Cenote konnte sich wirklich sehen lassen: unterirdisch beleuchtet und mit einem kleinen Loch in der Höhlendecke, wobei das einfallende Licht das Wasser geheimnisvoll in vielen Blautönen schimmern ließ. Kleine Fledermäuse flitzen herum.

 

Gegen 13 Uhr verabschiedeten wir uns und fuhren weiter Richtung Uxmal. 

 

Uxmal

Um 15 Uhr checkten wir in der Lodge direkt neben der Pyramide in Uxmal ein und gingen rüber zur Besichtigung. Uxmal gefiel uns sogar noch besser als Chichen Izá. Es war sehr heiß, eigentlich viel zu heiß für solche Aktivitäten. Uns klebten bei 40°Grad die Kleider am Leib und der Schweiß lief in Strömen!

 

Um 16.30 Uhr suchten wir dann Abkühlung am schönen Pool. Der Himmel zog sich zu und es kam zu einem kräftigen Gewitter; es hagelte sogar ungewöhnlicherweise. Um 19.30 Uhr liefen wir dann wieder rüber zur Pyramide. Normalerweise werden zur Licht- und Tonshow Kopfhörer angeboten, jedoch aufgrund des Gewitters gab`s die nicht. So bestaunten wir die mal rosa, mal blau, mal rot angestrahlten Bauwerke und lauschten den Erklärungen auf Spanisch.

 

Ganz nett, aber sicher kein Highlight. Anschließend nahmen wir unser Dinner am gut organisierten Buffet mit einigen Reisegruppen ein.

 

Campeche

 

Tag 4:

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Buffet fuhren wir gegen 8 Uhr Richtung Campeche los. Als „Ruinenmuffel“ ließen wir Labná und Kabáh links liegen und machten Strecke vorbei an großen Mangoplantagen. Die Klimaanlage im Auto stellte sich mittlerweile als unbrauchbar heraus, da sie immer nur ca. eine halbe Stunde kühlte und dann schlapp machte. Auch das Fenster zu öffnen machte keinen Sinn, denn man hatte den Eindruck ein heißer Fön blies Luft herein. Um 11.30 Uhr erreichten wir die Vororte von Campeche und der Verkehr nahm deutlich zu. Wir checkten im hübschen Kolonialhotel Castelmar mit schön gestaltetem Innenhof mit Rundbögen ein und zogen los zur Stadtbesichtigung der ehemaligen Piratenstadt. 

 

Sofort zogen mich die kunterbunt bemalten Häuser, der zum Weltkulturerbe erklärten Altstadt, in ihren Bann. Ich wurde stark an das Bo Kaap Viertel in Kapstadt erinnert und war sehr begeistert. Leider war es bewölkt und die Straßen mit Autos verstopft. So war das Fotografieren schwierig. In einer Straße waren große Skulpturen ausgestellt. Wir liefen zur Plaza mit Kirche und schönen Bogenarkaden und Marmorböden. Dort schauten wir kurz im Casa Nr.6 vorbei ein Haus ausgestattet im alten Kolonialstil.

 

Dann klapperten wir die schachbrettartig angelegten Straßen alle ab. Auffällig war die ständige Polizeipräsenz, die uns auch überall sonst in Yukatan ein recht sicheres Gefühl vermittelte. Viele Mexikaner wuselten geschäftig durch die Straßen, Touristen sahen wir gar nicht. Bei einem fahrenden Händler kaufte ich eine frisch geschälte leckere Mango. Witzig waren dort die Fahrräder mit praktischem Vorbau, wie bei den Eismännern in Italien für allerlei Transporte oder für die Familie als Beifahrer. 

 

Gegen 16 Uhr fuhren wir raus zur Festung, die ein kleines Museum beherbergte unter anderem mit Funden von Jademasken aus Calakmul.

 

Aufgrund eines Insidertipps fuhren wir dann die Küste entlang zu vielen kleinen Fischerhütten mit Palapadächern und aßen lecker Gambas mit Aioli.

 

Nach einer Dusche machten wir uns auf den kurzen Weg zur Plaza und genehmigten uns einen Cocktail im Casa Vieja mit Blick auf die Plaza. Es ging kein Lüftchen und das Eis in den Gläsern war in einer Sekunde geschmolzen. Auf der Plaza versammelte sich immer mehr Volk, kleine Zuckerwatte essende Mädchen, Verkäuferinnen für bestickte Blusen und fleißige Schuhputzer, die den Mann von Welt im weißen Anzug und Panama Hut bedienten. Auf einer Bühne wurden nette Folkloretänze in Flamenco Kleidern aufgeführt.

 

So klang der Abend schwül und heiß, aber stimmungsvoll aus.  

 

 

Tag 5:

 

Weil es meinem Schatz morgens nicht so gut ging, beschloss ich noch vor dem Frühstück und der großen Hitze einen zweiten Rundgang durch die Altstadt zu unternehmen. Die Sonne schien zwar, beleuchtete die bunten Häuser aber noch nicht ausreichend. Allerdings gelangen mir noch ein paar nette Fotos in den nun menschenleeren Straßen.

Hier und da cruisten schon einige lustige mexikanische VW- Käfer Modelle (völlig durchgerostet, „oben ohne“, mit airbrush…) herum. 

 

Palenque

Nach einem etwas übersichtlichen Frühstück machten wir uns  um 9.30 Uhr los auf die lange Strecke nach Palenque. Nur ein größerer Fischerort bot etwas Abwechslung, ansonsten unterbrachen nur die Toppes die langweilige Route. Nach Chiapas hinein gab es eine Militärkontrolle, an der wir aber langsam vorbeirollten. Da wir das Auto ja getauscht hatten, ging das Navi nun und wir konnten „Kilometer bzw. Zeit fressen“; an die Geschwindigkeit hielten wir uns nur noch bedingt. Die Straßenverhältnisse waren deutlich besser als erwartet und tiefe Schlaglöcher gab es nur noch sehr vereinzelt abseits der großen Autopiste. Die Temperatur im Auto stieg mittlerweile auf nicht mehr witzige, gefühlte 50° Grad. Zweimal hielten wir an, stoppten den Motor für 10 Minuten und dann lief die Klimaanlage wieder für 30 Minuten und wir konnten unsere hochroten brummenden Schädel entspannen. Nach einer längeren Baustelle bogen wir von der Autobahn Richtung Palenque ab. Nun wurde die Landschaft sumpfiger und grüner. 

 

Um 14.30 Uhr erreichten wir unser kleines Luxushotel, dass kurz vor den Ruinen gelegen war. Wir wurden in einer wunderschön gestalteten Empfangshalle mit einem feuchten Tuch und traditionellem Mayagetränk empfangen. Ein Angestellter führte mich um einen kleinen Krokodilteich zum abseitsgelegenen Naturpool mit Spa Bereich und sogar einer traditionellen Sauna. Ich genoss ganz alleine dort die Stille, die Geräusche des Dschungels und ließ mich mit einem Obstteller und kalten Getränken verwöhnen. Im Laub raschelten die erstaunlich großen Leguane herum und richteten sich zur Sonne aus. Vor 18 Uhr sollte man dann den Poolbereich wegen des einsamen Weges am Krokodilteich vorbei verlassen haben…

 

Das Dinner wurde in der Empfangshalle serviert und wir speisten recht hochpreisig, aber sehr lecker und bestens „gepampert“. Zwei tragbare Klimageräte wurden auf uns gerichtet und die Hitze war so gerade erträglich. Der Hotelier, wieder ein Deutscher, erzählte uns seine Lebensgeschichte und bot netterweise an, sich wegen der defekten Klimaanlage wieder mit Europcar auseinanderzusetzen.

 

Im blumendekorierten Zimmer schliefen wir zufrieden mit dem Schnalzen der kleinen Geckos ein.

 

 

Aqua Azul

Tag 6:

 

Nach einem leckeren Frühstück brachen wir um 8.30 Uhr auf zu den schönsten Wasserfällen Mexikos im Biosphärenreservat Cascadas Agua Azul. Die kleine kurvenreiche Straße führte rauf in die Berge von üppiger Vegetation umgeben. Bald schon hatten wir einen Reisebus vor uns, den es zu überholen galt. Überall hatten nun erfindungsreiche Chiapas Händler „Toppes“ aus Lehm angehäuft und man musste sich ständig in Acht nehmen nicht doch abzuheben. Sobald man abbremste, kamen auch schon die Kinder mit Getränken in Tüten, Obst oder Kleidern angelaufen. Merkten sie, dass man kein Interesse hatte, schwenkten sie elegant herum zur anderen Fahrbahnseite. Gelesen hatte ich auch von „wilden Straßensperren“, die sich aber als völlig harmlose Schnüre, mit bunten Bändern geschmückt, entpuppten, die an einigen Stellen über die Straße gespannt wurden, um wiederrum die Autos zum Verlangsamen des Tempos und zum Kauf von Ware zu veranlassen. 

 

Auf dem Parkplatz waren wir um 9.30 Uhr nicht die ersten Besucher, doch es war recht ruhig. Wir parkten den Wagen eng an einem Baum im Schatten. Dann liefen wir immer links entlang des Río Yax über zahlreiche Felstreppen hoch. Das „türkisblaue Wasser“ bahnte sich seinen Weg und weißschäumende Kaskaden boten ein beeindruckendes Schauspiel. An markierten Stellen konnte gebadet werden, ansonsten hieß es Vorsicht vor starken Strömungen. Den Weg säumten zahlreiche Stände mit Souvenirs und Verpflegung.

 

Nach 15 Minuten hatten wir mehrere verschiedene Poolstufen überwunden. Dann konnte man nur noch den Fluss über Felsen überqueren. An einem kleinen Holzbrückchen hingen verblichene, aber vielversprechende Fotos und ein kleines Chiapas Mädchen bot eine Wanderung zu weiteren Kaskaden für 20 Pesos an. Ich hatte gelesen, dass vor Überfällen bei Wanderungen abseits der Pfade gewarnt wurde. Dieses Angebot erschien mir jedoch sicher und wir schlossen uns einer kleinen Gruppe von 6 anderen Touristen an. An einer abenteuerlichen Hängebrücke mussten wir die Pesos bezahlen und dann ging`s über einen reißenden Strom los auf die andere Seite des Flusses.

 

Immer weiter auf schmalen Pfaden führte uns das kleine Mädchen und ein weiterer Junge in den Dschungel hinein. So ein Dschungelfeeling hatte ich noch nie! Behende sprangen die beiden sehr zügig vor uns her; über Bäche, Baumstämme und behelfsmäßige Bretter. Nach ca. 30 Minuten erreichten wir völlig durchgeschwitzt die ersten schönen Kaskaden. Nach einem kurzen Stopp gings weiter, immer enger wurden die Pfade, alleine hätten wir nicht mehr zurück gefunden. Ein blauer Ulysse Schmetterling flatterte vorbei und ich blieb fasziniert stehen. Die Kinder deuteten warnend auf den Boden, doch zu spät, die winzigen Killerameisen krabbelten schon an meinem Bein hoch, Autsch!

 

Schließlich eröffnete sich ein gigantischer Blick auf zahlreiche Kaskaden in den tollsten Blautönen. Wie im Paradies!!! Auf dem Rückweg hielten wir an einem Badepool. Wir badeten alle im glasklaren, eiskalten Wasser, die Kinder sprangen von den Bäumen hinein und hatten sichtlich ihren Spaß. 

 

Nachdem wir die wackelige Hängebrücke wieder überquert hatten,war`s aus mit Paradies und uns überfiel die Zivilisation mit aller Macht. Tausende Touristen, vorwiegend Mexikaner in Osterurlaub, hockten in den Pools auf den Felsen, grillten, palaverten und wir kamen uns vor wie im Freibad zuhause. Schnell noch eine leckere Mango am Holzstiel und Flucht zum Parkplatz. Dort parkten an die 20 Reisebusse und unser Auto war in zweiter Reihe einfach zugeparkt. Was tun?

 

Ich holte die gelangweilten Parkwächter und rief aufgrund mangelnder Spanischkenntnisse einfach hysterisch nach der Polizei. Gab`s denn hier keine Abschleppwagen, lach! Eine freundliche Reisegruppe hatte sich im Schatten niedergelassen, die mexikanische „Gulaschkanone“ aufgebaut und alle zuckten ratlos mit den Schultern. Erst mal wurden wir mit Reis, Fisch und Tortillas versorgt und in holprigem Englisch wurde ein Gespräch versucht. Nun tauchte auch die Polizei auf und schließlich wurde der Jeep einfach mit vereinten Kräften aufgeschaukelt und Stück für Stück „weggehoppelt“.

 

Das war ja noch mal gut gegangen…

 

 

Aqua Clara , Wasserfall Mi Sol Ha

Um 15 Uhr legten wir noch bei Aqua Clara einen kurzen Stopp ein. Das Wasser war hier helltürkis gefärbt und man konnte mit kleinen Bambusfloßen eine Rundfahrt machen. Hier ging es viel beschaulicher zu. Am Mi Sol Ha Wasserfall war dann wieder die Hölle los! Ein Bademeister mit lauter Trillerpfeife bemühte sich vergebens die Menschen davon abzuhalten, dem Wasserfall zu nahe zu kommen. Wir ergriffen auch hier schnell die Flucht.

Mein Rat, wenn möglich, niemals in der Semana Santa Reisen!

 

Am romantischen Hotelpool ließen wir den Tag ausklingen und aßen mal leichte Kost einen leckeren Salat. 

  

Von Europcar hatte sich niemand mehr wegen der defekten Klimaanlage gemeldet.

 

Pyramiden von Palenque

Tag 7:

 

Heute wollten wir noch vor dem Frühstück zu den Ruinen von Palenque. Um 7.30 Uhr bekamen wir noch einen guten Parkplatz und wir waren die ersten in der sich schnell verlängernden Warteschlange am Kassenhäuschen. Um 8 Uhr ergatterten wir als Erste ein Ticket und stürmten die Ruinen. Die Morgensonne  ließ alles in sehr schönem Licht wirken. In einem ersten Rundgang hetzten wir an den wunderschönen Pyramiden im dichten Dschungel vorbei, um Fotos ohne Menschen machen zu können. Besonders im hinteren Teil der Anlage spürte man zu dieser frühen Stunde noch eine geheimnisvolle Atmosphäre. Dies war für mich mit dem satten Grün des Dschungels im Hintergrund eindeutig die eindrucksvollste Pyramide. Nachdem wir unsere Fotos im Kasten hatten, füllte sich die Anlage rasch und das übliche Touristenreisegruppen + Reiseführer Bild bot sich.  

 

Tankstelle Rosa Blanca

Nach der Besichtigung hatten wir richtig Hunger und genossen ein spätes Frühstück. Um 10.30 Uhr machten wir uns wieder auf den langen heißen, uns schon bekannten Rückweg Richtung Calakmul.

 

Kurz vor Escarcegá ging`s dann wieder los mit der Sch…Karre!!! Wie beim vorherigen Auto des gleichen Typs ruckelte der Wagen, nahm kein Gas mehr an, die Motorlampe leuchtete auf und wir stoppten völlig entnervt an der nächsten Tankstelle. Auf dem Rastplatz Rosa Blanca verbrachten wir dann einige „nette“ Stunden. Wir investierten in etliche Notfallnummern, die am Karfreitag entweder nicht besetzt oder nur spanisch sprechende Mitarbeiter hatten.

 

Hilfesuchend wandten wir uns an die deutschen Hoteliers und dann auch noch an die mexikanische travel agency bei der unsere Hotels überwiegend gebucht waren. Dort wurde uns dann von einer sehr kompetenten Dame endlich weitergeholfen. Sie kümmerte sich um uns von da an rührend und erkundigte sich täglich, ob wir auch am Zielort angekommen waren.

 

Europcar ließ uns bis zum Schluss im Unklaren, was passieren würde und hielt es nicht einmal für nötig zurück zu rufen. Nach 5 Stunden tauchte endlich am Horizont die Rettung in Form von 2 Mitarbeitern und eines noch klapprigeren Schaltwagens auf. Einer wollte uns in dieser Notlage dann tatsächlich noch unverschämter Weise Lackschäden aufs Auge drücken. Ich machte jetzt sauer ohne Ende erst mal Fotos von den Mitarbeitern, dem Übergabeprotokoll, das sie mitnehmen wollten und den Schäden am Auto. „Freundlicherweise“ war das neue Auto wieder total leergefahren und das alte Fahrzeug hatte noch einen fast vollen Tank. Die Mitarbeiter meinten, sie hätten kein Geld vom Chef bekommen, verschwanden aber dann zum Essen in die Raststätte.

Wir würden das Geld am Flughafen ja wiederbekommen,

wer`s glaubt…! 

 

 

Calacmul  - Kohunlich

Schweigend legten wir die einsame, schnurgerade Strecke zum Hotel nach Calakmul zurück, wo wir um 8 Uhr im Dunkeln ankamen.

 

Am offenen Empfang wurden wir, wie für mich bestellt, von einer grünen, sich windenden Schlange im Kampf mit ihrem Abendessen begrüßt. Schnell kramte ich meine extra starke Taschenlampe raus. Natürlich waren wir wieder im letzten Häuschen untergebracht und mussten uns den Weg durch die gruselige Dunkelheit bahnen. Die Hütte war aber recht komfortabel und ich traute mich sogar noch mal zum Restaurant zurück. Nach einigen kalten Bieren und mit ausreichender Beleuchtung schliefen wir schließlich unter dem Moskitonetz ein. 

 

Tag 8:

 

Für uns stand heute fest, dass uns das Risiko zu groß war, die 60km nach Calakmul rein zufahren mit einem unzuverlässigen Mietauto, bei schlechten Straßenverhältnissen und womöglich ohne Handyempfang. Um 8.30 Uhr fuhren wir los. Am Abzweig nach Kohunlich konnte ich dann aber nicht widerstehen. Wenigstens eine kleine einsame Dschungelpyramide wollte ich noch sehen und bis dahin waren es nur 5km ab der Hauptpiste. Sofort reihte sich ein tiefes Schlagloch an das nächste Schlagloch. Hätten wir hier (und nicht erst bei der Übergabe am Flughafen) schon gewusst, wie der Zustand des Ersatzreifens im Kofferraum genau war ( ohne Luft und mit einem „Kaugummipropfen!“), hätten wir schon wieder Schweißausbrüche bekommen, aber die hatten wir ja eh wegen der fehlenden Klimaanlage.

 

In Kohunlich waren wir ganz allein und der Zauber des Dschungels nahm uns direkt gefangen. So ungefähr stelle ich mir auch Angkor Wat vor mit breiten Brettwurzeln, Pflanzen und Ranken, die sich um die Ruinen wanden und ihren Platz zurückerobern wollten. Andächtig liefen wir durch die weitläufige Anlage. Die riesigen Masken, die die Maskenpyramide säumten, waren gut erhalten und sehr beeindruckend. Von oben hatte man einen tollen Blick über den dichten Dschungel. Tatsächlich entdeckte ich in den Zweigen versteckt sogar einen wunderhübschen Tukan. Am Parkplatz zurück, konnte man von irgendwo die Geräusche von Brüllaffen hören. Zufrieden fuhren wir weiter Richtung Küste, zur Lagune Bacalar.

 

Laguna Bacalar

Gegen 12 Uhr erreichten wir die Lagune der „sieben blauen Farben“. Schon von der Straße aus sah man die verschiedenen Blautöne durch die Bäume schimmern. Bevor wir noch zum Hotel fuhren, machten wir einen ersten Fotostopp und waren fasziniert von der Lagune.

 

Unsere superhübsche, gut ausgestattete Hütte direkt am Wasser war zwar noch nicht bezugsfertig, aber wir durften uns schon auf den Liegen niederlassen und gönnten uns eine köstliche Piná Colada und einen riesigen Fruchtmix. Am kleinen Hotel führte ein Holzsteg ins Wasser hinein und endete mit einer Palappahütte unter der man herrlich in Hängematten chillen konnte. Außerdem gab´s Tretboote und Kanus umsonst. Schnell war klar, dass wir hier gerne noch mindestens eine Nacht länger geblieben wären. Um ins Wasser zu gelangen, brauchte man nur die Uferböschung hinunter und war schon im lauwarmen Süßwasser. Das fand ich super angenehm, kein Salz Abduschen nach dem Baden und kein klebriger Sand!

 

Gegen Abend machten wir es uns in den zwei Hängematten vor unserer Hütte so richtig bequem, schmökerten in unseren Büchern und grinsten uns alle fünf Minuten zufrieden an. Nach einem Dinner im Hotel hieß es wieder früh um 9 Uhr schlafen gehen.

 

Tag 9:

 

Zum Sunrise war ich schon auf den Beinen und knipste furchtbar kitschige Bilder mit Strohhütte, Meer und Palmen. Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse mit Blick über die Lagune, überlegten wir eine Bootstour zu machen. Doch wir hätten vorher auschecken müssen und das wäre uns zu stressig geworden. So genossen wir den Vormittag nochmals in den Hängematten, entspannten, sonnten uns und badeten.

Um 14 Uhr ging die Fahrt weiter Richtung Tulum. Vorher machten wir noch einen Fotostopp am Hotel Bacalar, was etwas höher gelegen spektakuläre Ausblicke auf die vielfältigen Farben der Lagune bot. Die nahegelegene Cenote Azul war nicht so spannend. 

 

Tulum

Um 16 Uhr erreichten wir unser Strandhotel in Tulum die Cabanas La Conchita. Wir hatten über einen englischen Anbieter die Honeymoon-Hütte direkt am Strand gebucht. Näher am Meer geht nicht! Alles war so, wie im Internet beschrieben war. Einfach traumhaft gelegen in einer abgeschlossenen kleinen Privatbucht. Weißer Sand, blaues Meer und Palmen. Einfach schööööön! Die Cabana war rustikal, hatte nur 3 Stunden Strom am Abend und war schon etwas in die Jahre gekommen. Aber für ein zünftiges Robinson Feeling genau richtig! Die See war recht ruhig und wir schnorchelten etwas, aber außer ein paar kleineren Zebrafischchen gab`s nicht viel zu entdecken.

 

Abends fuhren wir dann die Küstenstraße runter bis zum „La Zebra“. Zum Dinner bestellten wir leckeres Steak. Immer sonntags findet hier eine kleine Salsa Party mit Liveband statt. Sobald die Band loslegte, schwangen schon einige Pärchen begeistert das Tanzbein auf dem hölzernen Sonnendeck. Wir schauten ihnen eine Weile zu, wie sie die Hüften kreisen ließen und entschieden dann, dass Salsa nicht so richtig unser Musikgeschmack war.

 

Froh darüber nicht hier gebucht zu haben, fuhren wir heim. Bei Kerzenschein machten wir es uns in unserer Hütte gemütlich unter dem Moskitonetz und schliefen begleitet vom Meeresrauschen schließlich ein. 

 

 

Tag 10:

 

Das Frühstück wurde als kleines Buffet aufgebaut und es gab richtig guten Kaffee und frisch gepressten O-Saft! Angeboten wurden Joghurt, Früchte, Müsli. Außerdem konnte man Omelette (natürlich mit schwarzer Bohnenpampe), French Toast oder Pfannkuchen bestellen. Selbstverständlich war der Meerblick kostenlos.

 

Nun fuhren wir in den Ort, um Geld am Automaten zu ziehen, denn wir mussten unsere Unterkunft noch bar bezahlen. Wir zogen von Automaten zu Automaten doch weder unsere Kreditkarten noch die EC-Karten konnten gelesen werden. Nur an der Scotia-Bank bekam ich dann limitiert 3.000 Pesos. Mastercard hat wohl ein Upgrade auf die Chips der Karten vorgenommen und die Mexikaner haben dieses aber noch nicht aufgespielt. Na toll, ob wir da überhaupt noch genug Geld für unsere Hütte bekommen würden?

 

Danach legten wir uns auf die Liegen am Strand in den Schatten unter einer Palme und hatten jetzt mal so richtig Urlaub. Die Kellner vom Nachbarrestaurant versorgten uns hervorragend mit Getränken, sodass wir uns nicht von der Liege wegbewegen mussten.

 

Nachmittags fuhren wir die Küstenstraße etwas gen Süden und unternahmen einen langen Strandspaziergang am endlos langen Karibikstrand. Im stylischen Playa Azul genehmigten wir uns noch einen Cocktail. 

 

 

Tag 11:

 

Nach einem langen Strandtag wollten wir uns die Ruinen von Tulum anschauen. Wir dachten gegen 15.30 Uhr müsste es ja ruhiger werden. Mit uns erreichten dann noch 5 Kleinbusse den Eingang und wir kehrten direkt wieder um und setzten uns mit einem Cocktail ins „Mezzanine“. Um 16 Uhr starteten wir dann einen 2. Anlauf. Die Kassenhäuschen schienen nicht mehr besetzt und wir marschierten zügig weiter. Doch dann gab`s natürlich doch noch eine 2.Kontrolle. Ich flitzte dann schon mal rein zum Knipsen und mein Schatz wollte Karten besorgen. Tja, von wegen! Für mich durfte er dann zahlen, aber rein gelassen haben sie ihn nicht mehr. So was Blödes!

 

Naja es war auch kurz vor Schluss noch brechend voll! Wo kamen die aller her? Leider verkroch sich auch die Sonne hinter den Wolken. Ich fotografierte etwas lustlos und blickte mich immer wieder suchend um. Interessant waren die riesigen Leguane, die überall auf den Felsen hockten. Kurz vor 5 Uhr kam am Strand wieder die grässliche Trillerpfeife zum Einsatz und alle Besucher wurden zum Ausgang getrieben. Da hockte mein Schatz stinksauer und von Mücken zerstochen, Tulum wollte er am nächsten Tag auch nicht mehr besichtigen…

 

Dinner gab`s dann im „Mezzanine“ mit hervorragender Thaiküche! Leider fanden hier im Moment keine coolen Strandpartys statt. Es gab wegen der Lautstärke Beschwerden und der Besitzer muss erst wieder eine neue Konzession erwerben. Mit der erhofften Ibiza Atmosphäre war`s wohl nix.   

 

Cenoten "Dos Ojos", Höhle Actun Cen, Lagune Yal Ku

 

Tag 12:

 

Heute fuhren wir zu den „Dos Ojos“ Cenoten. Hier war es morgens noch idyllisch. Das Licht im ersten „Auge“ war überirdisch türkis! Taucher machten sich schon bereit für ein Abenteuer in der Tiefe. Verlockend erschienen uns auch die geführten Schnorcheltouren, aber wir hatten noch mehr Besichtigungen geplant. Hübsche Vögel zwitscherten im 2.“Auge“  auch wieder der bunte „Mòt Mòt“.   

 

 

Danach besichtigten wir die Tropfsteinhöhlen von Actun Chen. Wir hatten eigentlich wieder mit einer Cenote gerechnet, wählten jedoch die falsche Tour (man musste z.B. Cenote oder Zip-Line Adventure extra zahlen) und waren etwas enttäuscht, obwohl das Höhlensystem durchaus sehenswert war. Es wurden auch heimische Tiere, wie Schlangen, Spinnenaffen, Hirsche und Vögel in kleinen Käfigen gezeigt.

 

 

Weiter ging`s Richtung Akumal zur Lagune Yal Ku. Hier konnte man, ähnlich wie im Freizeitpark „Xel Ha“ aber günstiger und weniger touristisch, zwischen Mangroven in ruhigen Gewässern schnorcheln. Man konnte Schwimmwesten und Ausrüstung leihen, für Kinder ist es hier ideal. Wir erkundeten ca. 1 Stunde die Gewässer und sahen überraschend viele bunte Tropenfische. Anders als im Meer war es unter Wasser eher grünlich und felsig, zwischen den Mangrovenwurzeln schwammen Minifischchen. Korallen gab es aber keine. Das nächste Mal wollen wir aber auf jeden Fall auch in Akumal selbst schnorcheln, wo man auch Meeresschildkröten sehen kann.

 

Abends wählten wir zum Dinner die „Posada Margherita“ und speisten lecker italienisch, aber recht hochpreisig.

 

Naturschutzgebiet Sian Kaan

 

Tag 13:

 

Für heute hatten wir eine Tour ins Naturschutzgebiet „Sian Kaan“ gebucht. Um 12.30 Uhr wurden wir abgeholt. Außer uns nahmen nur noch ein Pärchen und eine Familie teil. Am Center bekamen wir anhand von einer Karte kurz eine Einweisung über den Bereich der riesigen Lagune und die angebotene Tour. Dann ging`s Vollspeed mit zwei Booten über die Lagune, vorbei an einem Nest von Seeadlern. Dann erreichten wir den Eingang des ca. 15 Kilometer langen natürlichen Kanals, der immer mehr von Salzwasser nach Süßwasser überging. Ich kam mir vor wie in den Everglades, endlos schien das Boot eine Mangrovenschleife nach der anderen zu nehmen. Durch den Fahrtwind merkte man gar nicht die Kraft der Sonne und man musste sich gut eincremen.

 

Irgendwann im Süßwasserbereich des Kanals setzte das Boot uns dann ab und jeder sollte sich in seine Schwimmweste setzen und zurücklehnen. Gemächlich trieben wir auf der Schwimmweste mit der Strömung durch den Mangrovenkanal. Ein interessantes Erlebnis! Erst kicherten wir noch, paddelten und überholten einander. Dann genoss jeder die Stille, ließ sich treiben und schaute zum blauen Himmel hoch.

Nach 45 Minuten war der Spaß zu Ende. 

 

Weiter ging`s den Kanal zurück und eine ewig lange Strecke mit Vollgas zu einer Vogelinsel. Die Saison war schon vorbei, aber wir sahen doch etliche Vögel nisten. Vor allem die „Spoonbills“ mit ihren löffelartig geformten Schnäbeln und rosa gefärbten Gefieder waren hübsch anzuschauen und verteidigten ihre Nester lautstark gegen die Nachbarn. Außerdem sahen wir noch Albatrosse und Ibisse.

 

Nach der langen Rückfahrt wurde uns im Center ein typisches mexikanisches Essen mit Fisch, Reis, Tortillas und scharfer Salsa mit Koriander serviert. Vom Restaurant aus hatte man einen wunderschönen Blick auf das Meer und die Lagune. Sicherlich sind die hier angebotenen Kanutouren auch sehr schön.

 

Gegen 19 Uhr wurden wir wieder am Hotel abgesetzt.

 

 Tag 14:

 

Heute war Abreistag. Wir mussten leider um 12 Uhr aus unserer Cabana raus. An der Rezeption konnten wir die Koffer lagern. Wir legten nochmals einen Strandtag in unserer Traumbucht ein und wanderten dann ein letztes Mal am langen Strandabschnitt. Im superschönen Restaurant „Zamas“ (Schauplatz zahlreicher Fotoshootings) im griechischen Look mit kunterbunten Stühlen  bestellten wir noch eine Cola. Dann aßen wir im Restaurant „Buenos Aires“ direkt neben unserer Cabanas zu Abend. Um 17.00 Uhr duschten wir im privaten Zimmer des Hoteliers und brachen dann auf.

 

Nach 1,5h erreichten wir den Flughafen.

 

Bei der Übergabe bei Europcar wollte man uns, ja uns…. noch den platten Ersatzreifen „aufs Auge“ drücken! Ungeheuerlich, oder? Unsere leicht aggressive Haltung entging dem Mitarbeiter aber nicht und er strich die Mängel schnell. Die herbeigerufene Managerin hörte sich zwar geduldig unsere Beschwerden an, wollte aber unsere Dokumentation (übersetzt in englisch und spanisch) nicht unterschreiben. Auch der 1. Fahrzeugwechsel war nur noch durch mein Foto vom verloren gegangenen Protokoll zu belegen. In deren Computer war nichts verzeichnet. Mit ihrer freundlich überreichten Visitenkarte und sämtlichen Kopien der Verträge haben wir uns nun direkt an Europcar Deutschland gewandt. (Nachtrag: nach zähen Verhandlungen erhielten wir eine Rückerstattung von Europcar).

 

 

Fazit:

 

Yucatan bzw. Mexiko sind sicherlich für uns auch eine zweite Reise wert. Viele Sehenswürdigkeiten sind noch offen. Allerdings werden wir beim Mietwagen dreimal genau hinschauen! Noch sind die Strände rund um Tulum wunderschön und beschaulich, hoffentlich bleibt es noch lange so…

 

 

 

hasta luego