Key West - Key Lago

Dann geht es gen Süden über die ersten Brücken zu den Keys. Bei „Robbies“ wird gestoppt. Kinder füttern vom Anlegesteg aus Fischeimern riesige Tarpone, die sogar aus dem Wasser springen. Die lustigen Pelikane wollen auch etwas abbekommen. Wir rasten mittags mit nettem Blick auf die alte 7 Mile Bridge im Sunset Grille Restaurant mit Pool und bestellen einen Fish Basket. 

 

Gegen 16 Uhr erreichen wir Key West und checken im traditionellen Conch-Style erbauten

„Key West B&B“ ein. Eine tolle Empfehlung! Natürlich geht’s dann zu Fuß zum allabendlichen Happening am Mallory Squere. Ein riesiges Kreuzfahrtschiff legt gerade ab. Wir gönnen uns einen teuren Mojito, der es aber in sich hat. Die Musiker, Artisten, Feuerkünstler… sind amüsant. Der Sunset fällt sparsam aus, denn da war wieder einmal diese Wolke… Wir laufen uns wieder mal die Füße platt auf der Duval Street. Überall gibt es richtig gute Sänger und Musiker in den Bars. Easy going! In einem Café bekommen wir Croissants zum halben Preis und noch weitere süße Teilchen geschenkt.

 

 

Tag 5:

 

Wir genießen ein einfaches, aber obstreiches Frühstück im B&B. Anschließend streifen wir durch die Wohngegenden und bewundern die wunderschönen Conch- Style Häuser. Hier lässt es sich wohnen. Auf dem Cemetery - Friedhof suchen wir nach lustigen Inschriften, finden aber nur „I told you I was sick“. 

 

 

Nachdem alle bunt bemalten Holzhäuschen abfotografiert sind, geht es zum südlichsten Punkt der USA dem „Southernmost Point“. Es stehen etliche Leute in der Reihe an, um sich dort fotografieren zu lassen. Ich erwische eine menschenleere Sekunde. 

Ein Blick auf den winzigen, überfüllten Strandabschnitt dort genügt und wir gehen weiter zum Lighthouse. Von oben hat man einen netten Blick bis zum Meer. Nach einer kleinen Zwischenmahlzeit und einem Kaffee laufen wir wieder, durch die Geschäfte bummelnd, die Duval Street zurück. 

 

Natürlich wird auch heute der Sunset am Mallory Square bewundert. Wir unternehmen noch einen Abstecher in Sloppy Joe`s Bar, in der sich Hemingway wohl gerne auffhielt. Lecker Shrimps und Fisch gibt es dann im Hafenviertel in einem typischen Fischlokal „Conch Republic“ am Pier. 

 

Tag 6:

 

Wir schlafen aus und frühstücken gemütlich. Wir unterhalten uns nett mit weiteren B&B Gästen. Die Eigentümerin empfiehlt uns am nächsten Tag nach „Dry Tortugas“-einem Nationalpark zu fahren eine vierstündige Anreise mit der Fähre. Dort gibt es mitten im Meer auf einer kleinen Insel ein altes Fort mit einer beachtlichen Vogelwelt und perfekten Schnorchelbedingungen. Leider ist das Schiff schon ausgebucht; wir können nur versuchen am nächsten Morgen um 6 Uhr früh noch einen Restplatz zu ergattern. Ich spaziere nochmals alleine durch die Sträßchen und lasse die einzigartige Stimmung Key West`s auf mich wirken. Bei Kermits Key Lime Shop laufe ich dem Chef persönlich über den Weg und posiert lustig mit einer frisch gebackenen Torte vor der Kamera. Auch auf dem Boardwalk des kleinen  Hafens ist es nett zu bummeln.

 

In der Mittagshitze laufe ich nach Hause und wir packen unsere Strandtasche. Am hübschen Smather`s Beach ist noch Platz unter einer Palme und wir genießen und entspannen einfach nur. Unterbrochen wird die Ruhe regelmäßig durch die Jetskitouren rund um Key West mit ca. 20 Jetski`s in einer endlos langen Schlange. Das Meer ist sehr warm, doch der Untergrund ist recht schlammig und man sinkt unangenehm ein. Trotz Eincremen kommt am Abend das böse Erwachen; einige Körperstellen haben einen starken Sonnenbrand abbekommen und wir kühlen die stark schmerzenden Stellen mit Eiswürfeln. Abends essen wir lecker italienisch im Restaurant „Mangia Mangia“ um die Ecke. Der Abend klingt gemütlich mit einem Drink in einem Deckchair und in der Holzschaukel auf unserer Terrasse aus.

 

 

Tag 7:

 

Wegen des schlimmen Sonnenbrandes ist an einen vollen Sonnentag auf „Dry Tortugas“ mit Schnorcheln nicht zu denken. Wir schlafen aus und merken morgens, dass es sehr stürmisch geworden ist. In der Nacht hat es ein Unwetter gegeben und die See ist aufgewühlt und voller Seegras. Die Fährfahrt wäre sicher kein Vergnügen geworden. Ein Anruf im John Pennekamp Park auf Key Largo, eigentlich unsere Planung für heute, sagt uns, dass dort aufgrund des starken Seegangs alle Kajak- und Schnorcheltouren für den Tag abgesagt wurden. Schade, die Jesusstatur auf dem Meeresgrund wird uns dieses Mal leider entgehen. Wir lassen uns Zeit mit der Abreise und stoppen noch kurz am Hemingway Haus mit seinen vielen Katzen. 

 

 

Gegen Mittag, es ist wieder sehr heiß, erreichen wir den überfüllten Bahia Honda Park. Wir laufen ein Stück auf die alte Eisenbahnbrücke und knipsen ein paar Fotos. Überall stehen die Angler und hoffen auf einen guten Fang. Ich habe noch nie so viele Angler wie in Florida gesehen. 

Anschließend laufe ich noch am schmalen Sandspur Beach weit entlang, um den Massen zu entkommen. Leider schmälert das angespülte Seegras den ansonsten recht schönen Strandabschnitt. Ein hübscher Pelikan posiert für mich auf einem Ast im, in allen Türkis- und Blautönen, wunderbar schimmernden Meer. Seine Kollegen gleiten geschickt über das Meer und schießen unvermittelt im Sturzflug in die Tiefe, um einen Fisch zu erwischen.

Das sieht wirklich toll aus!

 

In einem Geschäft auf Key Largo shoppen wir noch Schwimmshirts, um vor weiteren Sonnenbränden, vor allem bei zukünftigen Schnorchelausflügen, geschützter zu sein. Wir checken im Hotel Key Largo Inn ein, das hübsch an einem Kanal mit allerlei Booten gelegen ist. Dann gibt es noch einen super leckeren Burger im Diner „Category Three“. Hier gibt es außer gutem Essen noch interessante Bilder und Infos über die Hurrikans der letzten Jahrzehnte zu bestaunen.