Huahine

Diesmal dauert der Flug nach Huahine ca. 20 min. Die Anfahrt mit dem hoteleigenen Kleinbus zum dortigen Hotel „Relais Mahana“ dauert dann noch ca. 30 min, sodass wir fast zum Sunset die kleinere Insel Huahine Iti erreichen.

 

Wir werden mit leckeren Cocktails begrüßt und unsere frisch renovierte Hütte (Fare) mit Klimaanlage ist sehr gepflegt und alles gefällt uns ausnehmend gut. Die Lage am schönsten Strandabschnitt der Insel ist wirklich wunderbar. Auch Segler aus aller Welt haben die Location entdeckt und ankern vor Ort, legen mit ihren Dinghi-Schlauchbooten am langen Steg an und nutzen das Restaurant.

 

Leider fühle ich mich abends gar nicht wohl. Ich habe Glieder- und Kopfschmerzen, fühle mich matt und appetitlos; vielleicht habe ich mich ja auf der Bootstour erkältet? T. isst dann alleine im Restaurant, eine klare Suppe kann man mir leider nicht zubereiten, und wir schauen später im TV auf dem Zimmer die tägliche Zusammenfassung der Highlights des Heiva Festivals in Papeete. Später erfahren wir, dass es immer eine Mammutveranstaltung von 3-4 Stunden ist, was bei den Chorgesängen schon recht anstrengend werden kann.

Tag 8:

 

Heute ist der große Tag des Fußball - WM Finales. T. zieht natürlich wieder sein Deutschland Trikot an und nach dem Frühstück nehmen wir gespannt vor dem kleinen TV im Restaurant Platz. Außer uns schauen noch ein Franzose und lustigerweise eine argentinische Familie mit, die mit ihrem Segelboot vor Anker liegt. Alle Angestellten drücken uns ganz fest die Daumen und sind auch ganz interessiert. Nach dem Sieg wird uns freundlich gratuliert und wir schmücken zur Feier des Tages die kleine Tikifigur vor unserer Hütte mit der deutschen Fahne als Pareo und Hibiskusblüten in gelb-rot.

 

Leider fühle ich mich nicht so richtig fit, nehme nochmal Aspirin gegen die Kopfschmerzen und wir bleiben am Strand des Hotels. Eigentlich wollten wir nebenan zum sehr empfohlenen Restaurant „Chez Taraa“ zum Sonntagsbuffet, doch mangels Appetit sparen wir uns die 40€. Schade!

 

Direkt vom Steg aus sehe ich plötzlich sich wiegende Seeanemonen und darin etwas leuchtend Orangefarbenes. Da schwimmt doch wohl nicht der Nemo? Schnell ziehen wir die Schnorchelmasken auf und laufen die 3 Meter ins Wasser hinein. Tatsächlich direkt vor der Haustür gibt es die niedlichen Clownfische. Leider ist es bewölkt und die Unterwasserfotos werden nicht so gut. Hier am Hotel soll es die schönsten Korallengärten der Insel geben mit einer besonders großen Artenvielfalt; sogar Leopardrochen wurden gesichtet.   

 

Nach einem Schwatz mit einer französischen Familie und einem langen Strandspaziergang ist schon wieder der Tag um 18 Uhr zum Sunset rum. Nach der allabendlichen Heiva –Zusammenfassung fallen mir schnell die Augen zu.

Tag 9:

 

Auch heute geht es mir nicht richtig gut. Das wirklich gute umfangreiche Frühstücksbuffet kann ich kaum genießen. Für heute haben wir ein Auto gemietet und wir fahren um 9  Uhr los nach Fare in die Hauptstadt von Huahine. Es ist der 14. Juli ein großer Nationalfeiertag in Frankreich, der auch in Französisch Polynesien entsprechend gefeiert wird. Die ganze Insel ist auf den Beinen und das kleine Städtchen füllt sich zusehends. Es wurde eine Tribüne für die wichtigen Leute der Insel aufgebaut und natürlich ist der Bürgermeister, im schicken Anzug gekleidet, anwesend. Würdevoll erscheinen viele ältere Leute mit langen, blumenbedruckten Rüschenkleidern und Blumenhüten oder mit geflochtenen Blumenkronen auf den Köpfen. Sogar eine kleine Delegation aus Neu – Kaledonien wird begrüßt.  

 

Um 10 Uhr geht die Parade dann endlich los und die Veteranen, die Polizei, die Pfadfinder und viele weitere Gruppen marschieren der Reihe nach fröhlich und bunt gekleidet ein und bilden einen Halbkreis vor der Tribüne. Zur Nationalhymne werden die Flaggen gehisst. Dann folgen mehrere Polynesische Gesänge, die die Menschen mit so viel Herz und solcher Inbrunst mitsingen, dass mir vor dieser bezaubernden Südseekulisse unvermittelt die Tränen in die Augen steigen.

 

Anschließend wird natürlich auch Hula getanzt. Es treten verschiedene Tanzgruppen in selbstgenähten Kostümen aus Naturmaterialien auf und am Ende werden auch die Gäste von der Tribüne und sogar der Bürgermeister zum Mittanzen aufgefordert. Alle sind mit großer Lebensfreude und Spaß bei der Sache.  

Eine weitere Attraktion ist das danach das Früchterennen. Zuerst sind die Frauen dran. Es werden ca. 40 kg schwere Bananen an Baumstämme gebunden und die Frauen müssen unter den lauten Anfeuerungsrufen ihrer Angehörigen einmal die Hauptstraße hin- und zurückrennen. Ein Fahrrad mit Fahne führt die Truppe an und Ordner versuchen die begeisterte Menge von der Straße fern zu halten. Die Männer haben dann sogar mit 60 kg zu kämpfen und werfen sich im Ziel unter großem Gejohle und Applaus sichtlich erschöpft auf den Boden.

 

 

Wir kaufen im Supermarkt noch schnell Getränke ein und essen an einem „Roulottes“ Pommes Frites. Anschließend wird die Insel weiter auf der mit rotem Hibiskus gesäumten einzigen Hauptstraße umrundet. Huahine ist ein einziger wunderschöner Garten Eden.

An einer der größten und besterhaltenen archälogischen Stätte dem "Marae Maeva", schön direkt am Fuße des Mount Mouatapa am See Fanua Nui gelegen, wird nur kurz gestoppt.

An einer der größten und besterhaltenen archäologischen Stätte dem „Marae Maeva“, schön direkt am Fuße des Mount Mouatapa am See Fanua Nui gelegen, wird nur kurz gestoppt. Danach halten wir an einem Bootsanleger und lassen uns zur winzigen Perlenfarm mitten in der Lagune übersetzen. Ein hübsches Mädchen erklärt uns den langwierigen Prozess der Entstehung einer schwarzen Tahiti –Perle. Wir schauen uns in dem Shop in wirklich außergewöhnlicher Lage um und  unterhalten uns mit der Verkäuferin über ihren besonderen Standort.  Doch sind mir die Perlenohrstecker mit 9mm Durchmesser zu dick und wir kaufen nichts. Freundlich werden wir wieder auf die Hauptinsel zurückgefahren und setzen unsere Tour fort. 

Auf einer Anhöhe hinter Faie gibt es dann einen tollen Ausblick auf die Baie Maroe und die kleine Brücke, die Tahiti Nui mit Iti verbindet. Auch zur Baie Bourayne machen wir noch einen kurzen Abstecher und knipsen viele Fotos. Nach einem weiteren Fotostopp auf einer Anhöhe kurz vor Parea mit sensationellen Lagunenfarben, erreichen wir gegen 16 Uhr wieder unser Hotel am Avea Beach.  Ein erlebnisreicher Tag mit tollen Eindrücken der polynesischen Kultur und Natur geht zuende.