Coral Bay - Exmouth

 

8. Tag: Carnevon- Coral Bay- Exmouth

 

Heute gegen 7 Uhr frühstückten wir wieder gut in einem hübschen Café im Ort. Unterwegs knipsten wir noch das obligatorische Foto vom Schild „Tropic of Capricorn“, an dem T., wie immer, erst mal vorbeischoss. Auch sah man nun viele Termitenhügel. Manche waren sogar zu kleinen Gnomen erwacht: jemand hatte Augen, Nase und Mund in die Nester gedrückt. Einmal sahen wir noch eine Emumutter mit ihren Küken. Gegen 11 Uhr erreichten wir Coral Bay.

 

Wir stoppten für einen ersten traumhaften Blick an der glasklaren türkisblauen Bucht. Dann buchten wir noch schnell für 12 Uhr eine zweistündige Schnorchel- und Glasbodenboottour und konnten uns auch Maske und Flossen leihen. Leider gehen die längeren spannenderen Touren (z.B. Manta-schnorcheln) schon morgens los. Die Mantas findet man wohl eher hier, als in Exmouth, das wusste ich aber vorher nicht so genau. Das Boot war nur mäßig gefüllt und die Blicke auf die Korallen waren einfach spektakulär. Ich habe ja jetzt auch schon so manches gutes Tauchrevier besucht, aber sowas habe ich noch nicht gesehen. Völlig intakte Korallen in einer wahnsinnigen Form und Größe. Mitten in der Bucht gibt es den Ayers Rock unter Wasser: eine uralte Koralle mit einem Wahnsinnsdurchmesser.

 

An zwei Stellen wurde zum Schnorcheln gestoppt. Gut, dass ich meinen alten Surfanzug mit hatte; das Wasser war doch sehr kalt. Wir sahen viele tolle Fische, allerdings war das Meer etwas bewegt und die Farben wirkten eher grünlich. Anschließend liefen wir noch kurz auf eine Düne und knipsten diese tollen Farben der Bucht. Insgesamt war Coral Bay jedoch mit vielen Campern schon sehr gefüllt.

 

 

In Exmouth angekommen, konnte man viele Bauvorhaben sehen. Hoffentlich verträgt die Natur und das Ningaloo Riff die steigenden Besucherzahlen. Im Visitorcenter informierten wir uns über das Angebot an Touren. Überraschenderweise wurden auch noch Walhaitouren(300 AUD) angeboten. Angeblich wären noch fünf Walhaie vor Ort gewesen. Doch unser Budget war schon mehr als ausgeschöpft und man bekommt ja auch keine Garantie einen Walhai zu sehen. Deshalb buchten wir nach langem Diskutieren eine zwei stündige Sunsetcruise zu den Buckelwalen.

 

Dann checkten wir im Novotel Ningaloo Resort ein. Leider, leider gab`s doch schon wieder ein Upgrade! Wir hatten ein großes Zimmer mit offenem Bad und Whirlpoolwanne.

 

Auf der Suche nach „Futter“ entdeckten wir im Örtchen einen lila Wohnwagen „Planet Burgers“. Wir bestellten den besten Burger unseres Urlaubs. Immer mehr Aussies schleppten Campingstühle ran und hockten sich einfach vor den Wohnwagen. Es war lustig anzusehen, wie die „Silverbirds“ sogar ein weißes Tischtuch ausbreiteten und ihren Wein draufstellten. Schwatzend wurde noch gemeinsam Mückenspray – just to feel save- aufgetragen. Auch die Soldaten kannten wohl den Geheimtipp, tauchten zahlreich auf und witzelten in allerherrlichstem Aussie - Slang. Gegenüber wurde das Bier gekauft und alles war ganz ungezwungen. Im Eukalyptusbaum lärmten die Vögel; einfach eine tolle Sunset Location!

 

 

9. Tag: Exmouth – Yardie Creek – Turquoise Bay

 

Heute starteten wir gegen 7 Uhr Richtung „Einkaufszone“ zum Frühstück. Dort gibt es eine tolle Bäckereikette „Bramby`s“ mit super leckerem Brot, Teilchen und Snacks. Danach fuhren wir Richtung Cape Range NP. Am Lighthouse legten wir einen kurzen Fotostopp ein. Links und rechts entlang der Straße konnte ich immer wieder rote Felder der Stuart Desert Blumen sehen. Dann entdeckten wir noch ein Emu Männchen. Im Milyering Visitor Center waren wir um 9 Uhr die ersten Besucher. Wir nahmen schnell eine Broschüre über Wanderwege und den Schnorcheldrift mit. Außerdem liehen wir uns zu einem fairen Preis Flossen und Masken aus. Im Besucherraum waren auch, in zahlreichen Gläsern eingelegt, alle möglichen giftigen Schlangen und Spinnen ausgestellt. Na das war ja wieder was für mich! Dann fuhren wir weiter bis zum Yardie Creek. Die Durchquerung hatte gar kein Wasser. Aber wir machten uns auf zur Wanderung. Die Gorge war hübsch anzusehen und wir entdeckten sogar ein Rockwallabie. Es war gegen 11 Uhr schon ordentlich heiß. 

 

 

Anschließend nahmen wir den Abzweig Richtung Sandy Bay und konnten uns an den Farben des Meeres nicht satt sehen. Einfach traumhaft!!! Gegen 12 Uhr erreichten wir dann die Turquoise Bay und gingen direkt ins Meer zum Schnorcheln. Auch hier leistete mein Surfanzug wieder warme, gute Dienste. Das Meer war ruhig und glatt und man bemerkte die leichte Strömung kaum. Weit raus schwimmen war sowieso nicht nötig. Wir sahen tolle bunte Fische und sogar eine Wasserschildkröte. Nach einer Weile wärmten wir uns am Strand auf. Es war schon belebter hier, doch die Menschen verstreuten sich über einen größeren Bereich am Strand und im Meer. Beim zweiten Schnorchelgang beobachtete ich einen Tintenfisch, der erst getarnt auf einer Koralle saß und dann plötzlich davon schoss. Schön anzusehen waren auch die großen Schwärme winziger blauer Fischchen, die in den Korallen Schutz suchten und als Einheit mit den Wellen hin und her schwebten oder bei Gefahr wegzuckten. Weiter draußen wurden sogar Riffhaie gesichtet. Um 15.30 Uhr musste man die Schnorchelsachen wieder abgeben. Der liebe T. fuhr dann schnell alleine los und ich genoss am tollen Strand das Nichtstun. 

 

 

Gegen Sunset fuhren wir dann aus dem Park, die Strecke zieht sich schon etwas. Wie bestellt, tauchten nun immer mehr Kängurus auf. Sie zogen von den Berghängen runter Richtung Meer. Am Straßenrand standen sie, als wollten sie per Anhalter mitgenommen werden. Wir fuhren sehr langsam und genossen es, wie die Kängurus in riesigen Sprüngen weghüpften. Am Eingang des Parks tummelten sich die meisten Tiere. 

 

 

10. Tag:

Exmouth - Mandu Mandu Gorge- Sandy Bay – Sunsettour Whale watching

Wieder suchten wir zum Frühstück “Bramby`s“ auf, die schon ab 6 Uhr geöffnet haben. Gegen 8.30 Uhr waren wir schon an der Mandu Mandu Gorge. Wir waren wieder die einzigen Wanderer. Am Wegweiser zum Trail erwartete uns schon unser „Guide“, ein kleines Känguru. Es war recht zutraulich und hüpfte immer ein paar Schritte voran. Ich konnte nette Fotos schießen.

 

 

Auch zwei bunte Täubchen mit Häubchen saßen in den Büschen. Wir liefen über das Geröll des ausgetrockneten Flussbettes in die schöne Schlucht rein. Direkt vor uns saß ein Rockwallabie und es hüpfte nur langsam in den Felsen immer höher. Das kleine niedliche Joey schielte neugierig aus dem Beutel.

Auch höher in den Felsen konnten wir einige Rock Wallabies entdecken, die vom Fell wie Waschbären aussahen. Danach mussten wir aus der Schlucht aufsteigen und liefen dann an der oberen Kante wieder zurück. Das Kreischen der weißen frechen Kakadus hallte laut in der Schlucht. Von oben sahen wir weitere Wanderer, doch die Wallabies hatten sich mittlerweile schon versteckt.

 

 

Diesmal wollten wir an der Sandy Bay einige Zeit beachen. Mich hielt`s bei diesen Farben nicht lange auf dem Handtuch und ich wanderte mit Fotoapparat die komplette Bucht entlang und konnte mich einfach nicht satt sehen. Ab und zu zogen auch Schatten von Meeresbewohnern in dem hellen flachen Wasser vorbei. In den Felsen konnte man teilweise fossile Abdrücke alter Korallenriffe entdecken. Mit T. spazierte ich danach noch mal in die andere Richtung. 

 

 

Schweren Herzens fuhren wir dann gegen Nachmittag zum Hotel. Von dort konnten wir zum Pier laufen und da lag auch schon unser Boot für die Sunset Cruise. Gegen 17.30 Uhr ging`s dann im mäßig gefüllten Boot los. Die Crew war super nett und immer wieder wurden kleine leckere Häppchen gereicht und auch Krabben. Weiter draußen auf dem Meer sahen wir dann schon einen riesigen Buckelwal springen. Langsam näherten wir uns ihm. Es waren sogar zwei. Der Wal blieb dann über eine Stunde an unserem Boot. Laut Crew war er wohl extrem groß und extrem neugierig. Immer wieder tauchte er unter dem Boot durch, zeigte seinen weißen Bauch, streckte seine buckelige Schnauze heraus oder ließ eine seiner Duschen über die Passagiere ab. T.`s Fotoapparat brauchte zwei Tage, um sich davon zu erholen. Passagiere und sogar Crew flitzten hektisch von links nach rechts und von vorne nach hinten, um ein gutes Foto zu erhaschen. Das war echt lustig. Leider habe ich keinen typischen Sprung oder ein Schwanzflossenfoto von Nahem knipsen können, aber auch so war es ein einmaliges Erlebnis. Kurz vor Sunset hatte der Wal genug und verschwand einfach in der Tiefe.